Ob Studium, Arbeit oder die Liebe: Gründe für einen Umzug gibt es viele. Auch wenn die Freude über die neue Wohnung groß ist, sind mit ihr oftmals auch Herausforderungen verbunden. Die Wände brauchen einen neuen Anstrich, 🖌️ die alten Möbel sollen ersetzt werden und Freunde und Familie müssen zum Helfen organisiert werden. Und dann ist da auch noch die Kaution. Bei so vielen Ausgaben wird das Geld schnell knapp. Wir haben einen Tipp, wie du dir zumindest das Geld für die Kaution sparen kannst: Die MietkautionsBürgschaft.
Was kompliziert klingt, ist im Grunde ganz einfach: 💡 Bei der MietkautionsBürgschaft übernimmt die Bank oder eine Versicherung die Kautionszahlung für dich. Somit ist sie eine Alternative zur klassischen Barkaution, bei der du die Kaution beim Einzug selbst an den Vermieter bezahlst. Natürlich macht auch die Bank bzw. die Versicherung das nicht umsonst. Dafür, dass sie die Sicherheit beim Vermieter für dich übernehmen, bezahlst du einen jährlichen Beitrag. Dieser ist aber wesentlich kleiner als die große Summe, die du als Kaution hättest zahlen müssen. So bleibst du finanziell flexibel.
Warum gibt es Mietkautionen?
Mietkautionen sind eine Sicherheit für deinen Vermieter. 🔒 Bist du bspw. mit deiner Miete im Rückstand, hast Schäden an der Wohnung verursacht oder kannst die Nebenkosten nicht zahlen, greift der Vermieter auf die Hinterlegte Kaution zurück. Sie ist also kein Extra-Geld für das Privatvergnügen deines Vermieters, sondern eine finanzielle Absicherung. Maximal drei Nettokaltmieten darf dein Vermieter gesetzlich dafür von dir verlangen. Sie muss getrennt vom Privatvermögen des Vermieters angelegt werden, z.B. über ein Treuhandkonto. Bleibt deine Kaution während deiner Miete unberührt, bekommst du sie am Ende wieder zurück.
Formen der Mietkaution
Es gibt verschiedene Formen, wie Mietkautionen gezahlt werden können.
Der „Klassiker“ ist die Barkaution. Hier bezahlst du das Geld vor deinem Einzug direkt an deinen Vermieter. Auch wenn es der Name vermuten lässt, hatte die Barkaution nichts mit Barzahlung zu tun. Eine Barzahlung ist in diesem Fall auch nicht ratsam. Denn bei Überweisungen kannst du im Nachhinein besser nachweisen, dass du auch wirklich gezahlt hast. Solltest du die Kaution doch in bar bezahlen wollen, solltest du dir die Übergabe schriftlich bestätigen lassen.
Eine weitere Möglichkeit ist ein Kautionskonto. Es kann entweder in Form eines Treuhandkontos, Tagesgeldkonto oder Sparbuch angelegt werden. Das Treuhandkonto wird vom Vermieter (Treuhänder) im Namen des Mieters (Treugeber) eröffnet. Im Falle einer Insolvenz des Vermieters ist so sichergestellt, dass dein Geld nicht verloren geht. Das Kautionssparbuch hingegen kann von dir als Mieter selbst angelegt werden. Wichtig ist, dass du eine Verpfändungserklärung unterschreibst und so sicherstellst, dass dein Vermieter seinerseits darauf zugreifen kann – in Rücksprache mit dir.
Du kannst deine Kaution auch über eine private Bürgschaft leihen, z.B. von deinen Eltern, Freunden oder Bekannten. In diesem Fall tragen sie das Risiko, solltest du die Kaution nicht zahlen können.
Alternativ zur Barkaution kannst du auch eine MietkautionsBürgschaft als Sicherheit an deinen Vermieter übergeben. Hier bürgt deine Bank oder deine Versicherung für dich. Entstehen bspw. Schäden an der Wohnung, richtet sich dein Vermieter direkt an deinen Bürgen, der den entstanden Schaden in Höhe der vereinbarten Bürgschaftssumme zahlt. Deine Bank oder deine Versicherung holen sich dann das Geld im Anschluss von dir zurück.
Vorteile der MietkautionsBürgschaft
✅ Kein großes Startkapital bei Umzug
✅ Mehr finanzielle Flexibilität
✅ Keine Doppelbelastung, wenn Kaution der alten Wohnung noch nicht zurückgezahlt
✅ Auch für bestehende Mietverhältnisse bei Zustimmung des Vermieters nachträglich abschließbar
✅ Keine zusätzlichen Gebühren für Abschluss und Kontoführung
✅ Keine Mindestlaufzeit
Nachteile der MietkautionsBürgschaft
ℹ️ Jährliche Kosten
ℹ️ Kein Geld zurück am Ende der Mietzeit
ℹ️ Bei Schaden bleibst du zahlungspflichtig
ℹ️ Nicht jeder Vermieter akzeptiert eine Bürgschaft
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